Treue Reisebegleiter — Handwaschtank

Man sagt, eines der höchsten Komplimente an einen Designer sei, wenn sein Werk kopiert werde. Das mögen nicht alle Designer schätzen, weil ihnen dadurch unter Umständen Ruhm und Einnahmen entgehen. In unserem Fall senden wir ab und zu einen stillen Dank an den Australier, der an seinem aufgebohrten Nissan Patrol einen kleinen Wassertank mit Hahn unter die Ladepritsche montiert hatte — eine geniale Idee! Denn nicht nur beim Geländeeinsatz hat man auf Reisen ständig schmutzige Hände: das Fahrzeug wird über die Tage und Wochen immer ein bisschen staubiger oder dreckiger, und wo man anlangt, gibt es schwarze Pfoten.

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Danke für die Idee! (leider ist auf dem Bild genau der Wassertank nicht zu sehen)

So hat Oliver vor drei Jahren begonnen, einen Handwaschtank zu konzipieren, der zwischen dem linken Hinterrad und der Stossstange sitzt. Dort war genau Platz für einen handelsüblichen 16-Liter-Weithalskanister, für den es einen Deckel mit drehbarem Wasserhahn gibt.Damit sich im Tank kein Vakuum bildet, ist eine kleine Luftröhre in den roten Hahn integriert. Leider gibt es diesen Kanistertyp nur transparent: aus Erfahrung wissen wir, dass im unbehandelten Wasser (welches man ja typisch fürs Händewaschen verwendet) wegen des Sonnenlichts rasch Algen wachsen. So bekam der Kanister ein massgeschneidertes Mäntelchen aus schwarzer PVC-Plane, welche sich mit dem entsprechenden PVC-Kleber hervorragend und dauerhaft kleben lässt.

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Der Wasserstand lässt sich am unverkleideten Griff oder an dem vertikalen Einsatz aus transparentem PVC ablesen. Ersterer setzt im Lauf der Monate wie erwartet Algen an, die aber einfach wegzukriegen sind. Letzterer verschmutzt von innen, sodass diese scheinbar gute Idee nicht die Nachahmung wert ist

Der Halterahmen ist aus Aluminium, von Oliver entworfen und von unserem Freund Martin Blaser (www.stahlblau.ch) in  Handarbeit wunderschön geschweisst. Die Halterungen für den Rahmen sind einfach unten an den Boden unseres Wohnaufbaus geklebt (mehr dazu in einem späteren Eintrag).

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Modell mit Sketch Up (gratis; die Modelle der Kanister stammen aus dem Sketch Up Warehouse)

Den Tank verwenden wir täglich mehrmals. Eine nützliche Ergänzung — welche der Australier an seinem Fahrzeug übrigens hatte — wäre ein Seifenspender. Dieser befindet sich bei uns in der Küche, wozu man halt die “Küchentüre” öffnen muss.

Auf der anderen Fahrzeugseite befindet sich ein identischer Tank, der uns als Grauwassertank dient. Grauwasser ist Schmutzwasser (Waschen, Abwaschen, etc.), das keine Fäkalien enthält.

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Grauwassertank; dient bei Bedarf als zusätzlicher Frischwassertank
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16 Liter sind in dieser Position noch zu stemmen

Auf den letzten Bildern ist übrigens auch zu sehen, wo wir unsere Nivellierkeile tranportieren.

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