Die Beinahe-Kreuzfahrt, Teil 1

Jetzt sind wir also so weit: wir nehmen an einer Kreuzfahrt teil, denn eines der unbestrittenen Highlights einer Reise nach Ecuador ist der Besuch des Archipels der Galapagosinseln. Unter Langzeitreisenden wie uns ein grosser Diskussionspunkt, weil dies ein teures Unterfangen ist. Während Wochen überlegen wir uns, ob wir uns diesen Luxus leisten sollen, und lassen uns schliesslich von den Erzählungen anderer Reisender überzeugen. Mit Last-Minute-Angeboten lasse sich einiges einsparen, vorausgesetzt man sei zeitlich flexibel. Yes, that’s us!

Jeannine kämmt die Angebote regelmässig durch, und dann buchen wir eine einwöchige Schiffsreise mit dem Katamaran Millennium. Die Route gefällt uns, und ebenso ist der Discount des Last-Minute-Preises auf dieser Luxus-Cruise attraktiv (zweitbeste von vier Kategorien).

Es bleiben uns zwei Wochen, um von Vilcabamba (Die Stadt der Alten) nach Quito zu reisen, von wo wir am 28. September auf die Inseln fliegen. Ein früher Start nach einer kurzen Nacht, weil wir das Packen nicht mehr gewohnt sind.

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Am Flughafen auf der Insel Baltra werden wir von unserem Führer Pedro begrüsst und in einen Bus verfrachtet. Kurz darauf geht’s mit einer Fähre auf die bevölkerungsreichste lnsel des Archipels: Santa Cruz.

or_2016-10-05_05856-copyWir besuchen Riesenschildkröten und lernen unsere Gruppe kennen, mit der wir die kommenden sieben Tage verbringen werden. Eine bunte Truppe aus Australiern, Argentiniern, Spaniern, Deutschen, Nordamerikanern, einem Engländer und einem Chinesen. 

or_2016-10-05_05893or_2016-09-28_05209

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Der Schildkrötenpanzer ist echt, und Philip ist 180 cm gross …

Nach dem Besuch eines eindrücklichen Lavatunnels, aus dem wir (auch zwei > 70-Jährige) förmlich kriechen müssen, notabene ohne Vorwarnung oder Hilfe von Pedro, fahren wir per Bus zum Hafen Puerto Ayora, wo viele Tourschiffe bereit stehen.

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Ursprünlich ein bis zu 5 m hoher und mehrere Kilometer langer Lavatunnel
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In Puerto Ayora ist das Meer karibikblau

Die Gäste werden von der jeweiligen Besatzung mit motorisierten Schlauchbooten auf die Schiffe gebracht. Von der Millenniumbesatzung aber keine Spur – eine Odyssee beginnt !

Das Schiff habe ein Problem mit dem Heisswasser. Sie hätten für unsere Gruppe Hotelzimmer organisiert, wo wir uns frisch machen könnten; das Nachtessen sei in einem Restaurant an Land, und um 21 Uhr würden wir das Boot besteigen.

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Kommt es zur Nachtfahrt ?

Ok, wir schleppen unser Gepäck zum Hotel und sind guter Dinge, weil wir  die Millennium ja schliesslich im Hafen gesehen haben.

Um halb neun sind wir nach einem sehr durchschnittlichen Nachtessen zurück im Hotel. Pedro, verstärkt durch eine Dame von der Administration, überbringen uns die Hiobsbotschaft: «Das Schiff kann morgen nicht auslaufen und ihr müsst im Hotel übernachten.» Dieses entspricht nicht wirklich der Luxus-Klasse, die wir gebucht haben.

«Am nächsten Tag gelangt ihr per Schnellboot auf die Insel Isabela, bezieht dort ein schöneres Hotel als das heutige, macht eine Wanderung, und am darauffolgenden Tag wird euch Millennium auf Isabela abholen — 100%!»

Das ist den spanisch sprechenden Gästen zu viel: sie „steigen aus“ und suchen am nächsten Tag eine Alternativlösung mit ihren Agenturen.

Sowohl während dieser abendfüllenden, hitzigen Diskussion, als auch unter tags, wird uns weder Wasser, noch Kaffee oder Tee offeriert, was in unserem Angebot eigentlich inbegriffen wäre. Zerknirscht informieren wir unsere Agentin über den „Nichtstart“ und ziehen  uns in die zu weichen Betten zurück.

Ob und wie es weiter geht, liest Du im Teil zwei.

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Gaby Egli sagt:

    Ich hoffe es hat geklappt aber wenn ich das Bild der Urtieres da nebenahn sehe glaube ich doch!!!

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  2. Louis Perrochon sagt:

    What a bummer. Now I got to wait for part 2.

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