Treue Reisebegleiter — Fleecedecken

Als wir 2007 ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen begannen, unsere nächste Reise nach Südamerika mit einem motorisierten Reisemobil statt mit dem Velo anzutreten, entschieden wir uns, zuerst einmal ein solches Auto zu mieten und an einer organisierten Reise in die Wüste teilzunehmen. Die ATW-Neujahrstour 2007/2008 nach Libyen war in verschiedener Hinsicht prägend und lehrreich für uns und hinterliess ihre Spuren unter anderem auch im Design unseres Kasbah: unser Reisefahrzeug soll uns Schutz bieten, wenn wir ihn brauchen (Nässe, Kälte, Insekten, etc.), aber grundsätzlich wollen wir so viel Zeit wie möglich draussen verbringen.

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In der Ausrüstungsliste für die erwähnte Neujahrstour fanden wir einen Artikel, der uns zu Anfang etwas belustigte, und den es in unserem Hausrat damals noch nicht gab: Fleecedecke hiess es da. Die kratzigen Militärwolldecken mit Schweizerkreuz waren uns wohlbekannt, auch die selbst gestrickten, schweren Wolldecken unserer Grossmütter. Aber dass es “Faserpelzdecken” gab, und wozu diese gut sind, entzog sich unserer Kenntnis. Wir lernten deren Vorzüge aber schon bald kennen: während es in der libyschen Wüste tagsüber oft gegen 20°C warm war, sank die Temperatur nach Sonnenuntergang rasch gegen null Grad ab. Am gemeinsamen Lagerfeuer war es dann zwar vorne wohlig warm, hinten aber unangenehm kalt. Fleecedecke ahoi!

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Bleibt man nach dem Nachtessen im australischen Outback oder in der südamerikanischen Cordillera noch am Campingtisch sitzen, wird es ebenfalls oft kühl. Fleecedecke ahoi! Jeannine wickelt sich dann gerne einen “Wolldeckenrock”, mit dem sie es noch ein paar Stunden länger unter den Sternen aushält.

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Die Fleecedecken (140 x 200 cm) wurden bald Teil unseres “Schlafkonzepts”: statt Schlafsäcken verwenden wir unser Hüsler-Woll-Duvet von zuhause und schlafen bei mehr oder weniger geöffnetem Klappdach. Je nach Aussentemperatur kommen eine oder zwei Fleecedecken darauf, was bisher immer ausreichte. Selbst als wir in der Nähe von Cuszo am Morgen erstmals Eis innen an den Fenstern hatten.

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Wenn es nachts warm bleibt, lassen wir das Hüsler-Duvet weg verwenden nur noch die Fleecedecken. Diese verschwinden bei noch höheren Nachttemperaturen dann aber auch in der Schublade und machen den Seidenschlafsäcken Platz.

Der Vorteil von Fleecedecken gegenüber echten Wolldecken ist, dass sie hart im Nehmen sind, vor allem in der Reinigung,. Sie nehmen wenig Feuchtigkeit auf und trocknen schnell. Funken vom Lagerfeuer haben sie dagegen nicht so gerne.

Unnötig zu erwähnen, dass die Fleecedecken jetzt einen Platz weit oben auf unserer Ausrüstungsliste haben.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Stefan Graber sagt:

    Also hat die alte Wolldecke immer noch nicht ausgedient; auch wenn heute etwas moderner und ohne CH-Kreuz. Die neuen Modelle kratzen auch weniger – aber lieber kratzen statt frieren. Ich wünsche euch viele gemütliche Abendstunden – mit oder ohne Fleecdecken.

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