Retrospectiva V

In dieser Retrospecitva berichten wir hauptsächlich über ein einziges Land — Kolumbien.
Sie ist die letzte ihrer Art, denn unsere Reise endet in Panama, wo wir ins Flugzeug nach Zürich stiegen. Wie es weitergeht, beschreiben wir am Schluss.

Unsere Erwartungen wurden von anderen Reisenden und Kolumbianern, die wir früher auf unserer Reise trafen, hochgeschraubt. «El único riesgo es que se van a quedar (das einzige Risiko in Kolumbien ist, dass Ihr für immer bleibt)», wurden wir mehrfach „gewarnt“. Nehmen wir es vorweg: dieses Risiko besteht nicht. Bis zum Schluss warteten wir auf die ausnehmend freundlichen und herzlichen Kolumbianer und können unsere gegenteiligen Erfahrungen nicht erklären. Wir hatten tolle Begegnungen, aber sie waren nicht zahlreicher oder herzlicher als in anderen Ländern. Die Negativerlebnisse mit unfreundlicher, gleichgültiger und träger Bedienung waren in Kolumbien viel häufiger als weiter im Süden.

Dafür ist etwas anderes sicher: Kolumbien lebt! Nicht so sehr auf dem Land, denn die bewaffneten Konflikte haben Millionen von Kolumbianern in die grossen Zentren getrieben, aber in den Städten. Die Gehsteige sind voller Leute — und noch voller mit Ständen und Waren, mit fliegenden Verkäufern und Strassenkünstlern. Überall läuft laute Musik, welcher noch lautere Lastwagen und Busse Konkurrenz zu machen scheinen. Taxis, wo das Auge hinschaut. Im folgenden Video schlendern wir durch eine der Hauptstrassen Medellíns: (falls dort kein Video zu sehen ist: hier klicken)

Wir haben die drei Monate in diesem äusserst vielseitigen, bunten und musikliebenden Land sehr genossen. Nicht besucht haben wir die Pazifikküste und das riesige Amazonasgebiet.

route-detail-q5
Weiss gepunktet – frühere Reiseroute; weiss – aktuelle Route; gelb gestrichelt – Landesgrenzen. Die Nummern 1-9 sind im Text referenziert

Itinerario

Kolonialstädte

Ihnen sind wir immer wieder begegnet, und ein Ort war schöner als der nächste. Die grösste Dichte an kunstvoll restaurierten oder bestens erhaltenen Häusern bietet die Altstadt von Cartagena de Indias (siehe Karte), welche seit 1984 Unesco Weltkulturerbe ist (Gabo, ¡Ay, qué colores! Teil 2). Dies wiederum zieht Horden von Touristen an (u.a. riesige Kreuzfahrtschiffe), und heute wohnt kaum mehr jemand in schönsten Stadtteil, weil sich  ausschliesslich Restaurants und Hotels die hohen Liegenschaftspreise leisten können. Wir haben die Infrastruktur und die Schönheit von Cartagena während insgesamt drei Wochen  voll ausgekostet. Allerdings haben eher unangenehme Effekte des touristischen Erfolgs die Stadt eingenommen: Alle 20 Meter will man uns etwas zu überhöhten Preisen verkaufen (z.B. einen Sonnenhut, obwohl wir Hüte tragen; Schmuck; Gemälde; Fussball-T-Shirts; Zigarren), lässt uns auch beim Kaffee-Trinken nicht in Ruhe, und wir fühlen uns, als hätten wir Dollarzeichen auf der Stirn.

Sehr gut gefallen haben uns auch die kleineren Kolonialstädte Barichara (1, siehe Karte), Filandia (2) und, allen voran, Mompóx (3). Salento war zwar noch farbiger, aber bei unserem Besuch hoffnungslos überlaufen.

or_2016-11-26_07911
Barichara (1)

 

or-p_2017-01-06_001
Filandia
or_2017-01-21_00724
Mompóx (3)

Grabkunst

In San Agustín (siehe Karte) gibt es 2000 bis 3000 Jahre alte, überlebensgrosse Steinskulpturen, sogenannte Idolos, die Tempel oder Gräber bewachten. Diese monumentalen, anthropomorphen (menschenähnlichen) Götter- und Dämonengestalten bildeten einen wichtigen Teil in den Ritualen dieser alten Kultur, über deren Herkunft und Niedergang aber wenig bekannt ist. Die verbleibenden rund 300 Statuen sind teilweise im schön inszenierten archäologischen Park zu bestaunen, zu dem auch ein tolles Museum gehört. Andere wichtige Stätten in der Region lassen sich wunderbar mit dem Fahrrad besuchen.

or_2016-11-05_07232
Typischer megalithischer Tempel
or_2016-11-05_07235
Diese Vogelfigur hält eine Schlange im Schnabel. Ein weiteres Symbol das sich oft in den Figuren wiederfindet
or_2016-11-05_07193
Die menschenähnlichen Figuren haben oft dominante Eckzähne, die an jene von Wildkatzen, (z.B. Puma) erinnern

Nördlich von San Agustín erkunden wir auf einer unglaublich schönen, 6-stündigen Rundwanderung die Schachtgräber von Tierradentro, deren Ursprung auf eine ähnliche Zeit zurück geht. Über steile, aus dem Fels geschlagene Treppen, gelangt man in 2-6 m Tiefe, wo sich kuppelartige Gewölbe auftun, die von kunstvoll mit geometrischen Mustern bemalten Stützen getragen werden. Die Wände sind meist gekalkt, und bei einigen sind ebenfalls geometrische Muster auszumachen.

or_2016-11-17_07637
Archäologisches Entdeckungswandern in zauberhafter Landschaft
or_2016-11-16_07613
Der höchste Punkt der Wanderung mit offen gelegten, von Dächern geschützten Gräbern. Im Vordergrund bleibt noch Arbeit für die Archäologen
or_2016-11-16_07522
Steile Zugangstreppe zu einem Schachtgrab
or_2016-11-16_07527
Bemaltes Gewölbe und zwei Säulen eines Schachtgrabes

Karibikküste

Viele Tage verbringen wir an der Karibikküste, geniessen das sonnige Wetter und das warme Meer. Allerdings gehts nicht immer insektenfrei. Vom Cabo de la Vela (4) (siehe La Guajira) bis nach Capurganá (5) verändert sich die Küstenlandschaft immer wieder. Was gleich bleibt, sind die laute Musik, der gemächliche Lebensrhythmus und der Hang, den Touristen für schlechten Service Geld abzuknöpfen. Trotzdem hatten wir tolle Begegnungen am Strand, zum Beispiel beim Lagerfeuer an Weihnachten in Necoclí (6) (siehe Die andere Optik, zum zweiten).

or_2016-11-29_08019
Cabo de la Vela (4)
or_2016-12-04_08253
Palomino
or_2016-12-23_08836
Playa Cispata in San Antero (7)
or_2016-12-27_08990
Playa Tiki Lounge bei Necoclí (6)

Grossstädte

Medellín (3 Mio Einwohner, 1500 m.ü.M), in den 90er-Jahren von Drogenkartells beherrscht und als gefährlichste Stadt der Welt bezeichnet, hat eine enorme Stadtentwicklung hinter sich. Fast zu 100% mit Backsteinen in ein langes Tal hinein und die Talflanken hoch gebaut (auch die neuen Gebäude), ist Medellín nicht eine schöne Stadt im klassischen Sinn. Sie fasziniert uns aber mit ihren Seilbahnen, der kulturellen Vielfalt, den fetten Werken von Fernando Botero und vor allem dem Alumbrado Navideño, der alljährlichen Weihnachtsbeleuchtung, die alle uns bisher bekannten Dimensionen sprengt. Medellín ist für den Touristen mittlerweile weitgehend sicher, wenn man sich an ein paar Regeln hält.

Bogotá (8 Mio, 2600 m) ist dagegen ein Moloch, der uns nicht besonders gefällt, und in dem man oft besser nicht zu Fuss geht. Die Graffiti-Tour (siehe ¡Ay, qué colores! Teil 3) ist hingegen Spitze. Von Bogotá aus machen wir einen Abstecher ins Tiefland (Los Llanos, 9), um erneut auf 3500 m aufzusteigen und via Mompóx (3, 300 m) nach Cartagena zu gelangen.

or_2016-12-30_09110
Eine der Seilbahnen Medellíns, welche die am Hang gelegenen Aussenquartiere an die zentrale Metrolinie anschliesst
or_2016-12-30_09175
Botero-Statue
or_2016-12-30_09196
Botero-Gemälde
or_2016-12-31_09281
In ganz Medellín trifft man auf hübsche Weihnachtsdekorationen

or_2016-12-31_09299

or_2016-12-30_09224
Besonders hübsch sind die Objekte nachts, wenn sie beleuchtet sind
or_2016-12-30_09229
Im botanischen Garten von Medellín war ein Rundweg von mehreren Kilometern mit Hunderten von beleuchteten Objekten gesäumt

or_2016-12-30_09256

Paradiesisches Panama

Nachdem wir unseren Kasbah, nach 37’000 unfallfreien Kilometern in Südamerika, am 23. Januar in Cartagena in einen Container gepackt haben, von wo unser treuster Reisebegleiter die Heimreise nach Basel antritt, steigen wir in ein Segelboot, das uns in einer rauen, 30-stündigen Überfahrt zu den San Blas Inseln (8) bringt. Ein Archipel, bestehend aus 365 Inselchen, die paradiesisch anmuten. Weisse Strände, türkisblaues Meer, meist unbewohnt, teilweise mit einem einzigen Haus und immer mit Kokospalmen. Zudem haben wir die beste Crew auf dem Boot und wohl das beste Essen, einmal gab es frischen Hummer für alle!

or_2017-01-29_00987or_2017-01-30_01057

or_2017-01-28_00959
Rekordfang unserer Crew: ein 15kg schwerer Wahoo, den Amy (Köchin, Amerikanerin, in der Bildmitte) zu einer einzigartigen Ceviche und Fischsteaks verarbeitet. Rechts der Kapitän: Elieser, links der Matrose und Junge für alles: Ray

Nach fünf Tagen auf dem Segelschiff betreten wir in Panama City wieder festen Boden. Wir wohnen im Casco Viejo, der viel Charme und einen fantastischen Blick auf die moderne Skyline von Panama bietet. Natürlich besuchen wir nicht nur den Panamakanal, welcher den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, sondern gehen auch dessen Entstehungsgeschichte auf den Grund. Die Idee einer solchen Verbindung geht 500 Jahre zurück, die Franzosen versuchten sie im späten 19.Jahrhundert zu realisieren, scheiterten aber, weil sie den Aufwand unterschätzten und weil viele Arbeiter an Malaria oder Gelbfieber erkrankten. Die US-Amerikaner vollendeten das Werk 1913 — und Panama begab sich in eine zu grosse Abhängigkeit der nördlichen Macht, von der sie sich in den folgenden 85 Jahren mühsam wieder befreien mussten.

or_2017-02-03_01277
Panamakanal bei den Miraflores-Schleusen. Schiff mit den 4 Schlepperbooten auf dem Weg Richtung Atlantik
or_2017-02-02_01275
Skyline Panamas wie sie sich vom Casco Viejo präsentiert

Numéricos

  • 4’260 gefahrene Kilometer (knapp zwei Monate)
  • Autopannen: Bei einem unglücklichen Kreuzungsmanöver mit einem Lastwagen auf einer Schlammstrecke, kippt dieser gegen Kasbah und drückt unsere Kederschiene ein, welche Teil des Sonnendachs bildet. Oliver hat ein spezielles Werkzeug dabei, mit dem sich der Schaden beheben lässt
  • 1 Grenzübertritt (Kolumbien – Panama)
  • 5 Tage auf einem Segelboot verbracht
  • 91% der Zeit in Kolumbien, 9% in Panama verbracht

¡Bárbaro!

or_2016-11-17_07631
Die wunderschönen Chivas (Bauernbusse) prägen das Strassenbild im ländlichen Kolumbien
or_2016-11-15_07457
Sie transportieren Ware (auf dem Dach) und Leute (drinnen), allerdings werden Passagiere mit Fensterplatz bei Regen nass
or_2016-12-20_08705
Die Fruchtsäfte Kolumbiens sind die weltbesten, hier aus Corozo (geschmacklich dem roten Traubensaft nah). Einer unser Favoriten ist maracujá en leche (Passionsfrucht mit Milch angerührt) – Beat hat diese Kombination für uns entdeckt
or_2017-01-12_00227
Alejandro und seine Frau haben in ihrem Parqueadero (bewachtes Parking) nicht nur zu Kasbah geschaut, während wir im Zentrum von Bogotá waren, sondern halfen Oliver, die richtigen Partner zu finden, um neue Containerräder aus Aluminium herstellen zu lassen, und luden uns spontan zum Mittagessen ein
or_2017-01-12_00220
Dank diesen Scheiben passt Kasbah in den Container

or_2017-01-23_00793

¡Lástima!

Reisen und Tourismus waren in Kolumbien in den letzten fast 50 Jahren wegen der internen Konflikte (landesweite Guerilla-Armeen, Paramilitärs und Drogenkartelle) praktisch suspendiert, auch für die Kolumbianer. Entführungen waren an der Tagesordnung. Noch immer gibt es gewisse Gegenden, z.B. Arauca an der Grenze zu Venezuela, in denen der Staat nicht die Oberhand hat und die besser gemieden werden. Erst in den letzten 10 Jahren hat sich das Land von der Küste her wieder dem Tourismus geöffnet, und erst in den letzten paar Jahren, ist ein mehr oder weniger freies Reisen möglich. Das ist auf der einen Seite interessant, weil es für Individualreisende sehr viel zu entdecken gibt, wo Touristenbusse noch nicht hinfahren. Auf der anderen Seite ist der überwiegende Teil Kolumbiens touristisch noch kaum entwickelt, teilweise nicht einmal in den grossen Städten. So fanden wir z.B. in Medellín kein Touristeninformationsbüro, und an den meisten Orten ist es schwierig bis unmöglich herauszufinden, was man dort unternehmen und sehen kann. Wanderwege gibt es nur ausnahmsweise. Hotels und Hostels sind dafür eigentlich überall vorhanden.

Kolumbien ist gerade daran, sich an die Touristenströme zu gewöhnen. Das äussert sich im Moment vor allem damit, dass die Preise überall gegen den Himmel zu schiessen scheinen, was aber kaum je mit gesteigerter Leistung oder besserem Service einhergeht. Wir erleben hier die am schlechtesten organisierten Touren unserer ganzen Reise — die sich aber wegen der Schönheit der Natur trotzdem lohnen.

or_2017-01-26_00908

Wir werden von den Kolumbianern immer wieder in schlecht verständlichem Englisch angesprochen, antworten in Spanisch, aber die respuesta kommt beharrlich in schlechtem Englisch zurück. Das ist nervig aber wohl das Resultat davon, dass viele Reisende kein Spanisch sprechen, und die Kolumbianer das Englisch, welches sie in der Schule lernen, praktizieren wollen. Dies nehmen wir ihnen natürlich nicht übel.

Die Strassenzölle in Kolumbien sind hoch: wir geben  in den drei Monaten rund CHF 250 dafür aus. Das ist in einem Land, wo ein einfaches Hotelzimmer für zwei Personen auf dem Land CHF 15 kostet (kaum teurer als das Campieren), viel Geld. Leider wurden als Gegenleistung oft schlechte Strasse geboten. Und für Überholspuren auf den Passstrassen reicht es auch nicht, sodass wir mehrfach eine halbe Stunde mit 20 km/h hinter den Lastwagen hinterher tuckerten (in allen anderen besuchten Ländern, inklusive Bolivien, waren vorwiegend kräftige Lastwagen europäischen Ursprungs im Einsatz. In Kolumbien werden ausschliesslich klobige, alte, rauchende, stinkende und vor allem kraftlose LKWs aus den USA verwendet).

or_2017-01-13_00271

or_2016-11-27_07957
Überholen oft lange Zeit unmöglich

Kolumbien ist eines der lateinamerikanischen Länder, die Touristen diskriminieren, indem bis zum doppelten Eintrittspreis in öffentliche Museen oder Sehenswürdigkeiten verlangt wird. Wir finden dies das falsche Signal, denn die Verkäufer in den Strassen, Taxifahrer etc. finden es somit legitim, dasselbe zu tun. Auch der Einlass zur Miraflores-Schleuse am Panamakanal kostet für Ausländer fünfmal so viel wie für Einheimische.

Ein Fahrzeug in einen Container laden, ist immer eine etwas hektische Angelegenheit. Diesmal war es noch heiss dazu, der Container war ein Backofen. Oliver hängte die nassen Überkleider vor dem Verschliessen und Versiegeln der Containertüren hinten ans Auto (siehe das Bild weiter oben) — und stellt später fest, dass auch sein iPhone die Reise über den Atlantik mit dem Schiff machen wird.

¡Migas!

or_2016-11-01_07033
In Pasto haben wir eine Strasse entdeckt, wo man gegen ein kleines Entgelt auf der Schreibmaschine Briefe tippen lassen kann, wie in alten Zeiten bei uns in Europa auch …
or_2016-11-26_07951
Das graue Schild links von der Tür sagt übersetzt: «Anstatt Viagra zu schlucken, sollst Du besser Ziegenmilch trinken !». Scheint das Motto in der Region von Barichara (1) zu sein.

Sprache: wenn ein Kolumbianer zur Begrüssung sagt, «¿qué más? (sonst noch etwas?)», möchte er wissen, was man zu erzählen hat. Und wenn statt precio (Preis) das Wort valor (Wert) verwendet wird, kann man sicher sein, dass jetzt gerade etwas zu einem überteuerten Preis angeboten wird. Und wenn einer berichtet «no hay luz», heisst das übersetzt Stromausfall. Also Licht = Strom.

Die Kolumbianer sind mit Abstand die schlechtesten und unberechenbarsten Autofahrer in den von uns besuchten Ländern Südamerikas. Wenn das Auto vor einem in voller Fahrt die Warnblinker setzt, dann kann alles passieren: abbiegen nach rechts oder links, oder urplötzliches Anhalten. Auch im Parken sind sie Meister: einfach dort, wo es einen gerade ankommt, am liebsten noch so, dass der Verkehr maximal behindert wird. Aber die Kolumbianer sind auch sehr konziliant: wenn’s mal eng wird (z.B. beim Überholen mit Gegenverkehr), weichen meist einfach alle Beteiligten etwas zur Seite, ohne sich aufzuregen. Aber täglich sehen wir haarsträubende Situationen. Ein Taxifahrer in Cartagena erklärt uns, man brauche keine Fahrprüfung, um den Führerausweis zu erlangen — ja, dann wundert uns nichts mehr!

or_2017-01-26_00866
Das originellste Taxi Cartagenas
or_2017-01-21_00689
In diesem Hotel in Mompóx (3) begrüsst man nicht etwa die Schweizer besonders freundlich, sondern die vermeintliche Schweizerfahne ist diejenige von Mompóx …

Im Buch Relato de un náufrago lässt Gabriel García Márquez einen der Seemänner sagen, «El día que me marée yo, ese día se marea el mar (Am Tag, an dem ich seekrank werde, wird die See selbst seekrank)» — etwas, was Jeannine auf dem Segelboot nicht von sich behaupten konnte 🤑

Próximamente

Wiedereinstieg ins Leben A (oder auch B, je nach Sichtweise). Das heisst, dass wir jetzt zuerst Arbeitsstellen finden wollen, und dann darauf basierend einen Wohnort definieren, bevor wir später unser Hab- und Gut aus unserem Lager auslösen. Den Abschluss dieser Wintersaison möchten wir nutzen, um wieder einmal auf die Langlaufskier zu stehen und mit den Schneeschuhen durch eine tolle Winterlandschaft zu stapfen.

Ein paar Blog-Einträge haben wir noch auf Lager — stay tuned!

Nützliches Vokabular

el riesgo – Risiko
quedarse – (hängen) bleiben
el ídolo – Götze / Götterbild
el alumbrado navideño – Weihnachtsbeleuchtung
el casco viejo – alter Stadtkern
la respuesta – Antwort
la leche de cabra – Ziegenmilch

Advertisements

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Uwe Hasubek sagt:

    Lieber Olli, liebe Jeanine,

    immer wieder habe Ich eure Berichte sehr gerne gelesen. Vielen Dank dafür! Dieses war nun vermutlich einer der Letzten…. 😦

    Ich hoffe, dass ihr nun so langsam angekommen seid, weiß aber auch, das zumindest ich sofort wieder losfahren könnte. Mir ist das“sich hier wieder einleben“ nur bedingt gelungen, aber wir haben ja glücklicherweise Ziele, die zwar noch in weiter Ferne liegen, aber dennoch viel versprechend sind.

    Lieber Oli, ich habe dich zwar bestimmt schon einmal gefragt, aber habe die Antwort vergessen. Mit welchem Programm hast du die Übersichtskarte gestaltet? Hast du Vasco da Gama benutzt? Und wenn ja, welche Version (Advanced, Professional oder Ultimate)? Ich habe angefangen einen Vortrag zusammen zu stellen, den ich Ende Oktober beim Europäischen Naturfotografen Festival zeigen werde. Hierfür brauch ich eine Software, die ein gut detailliertes Satellitenbild bietet und eine ordentliche Animation der Reiseroute. Evtl. Kannst du mir da ja einen Tip geben.

    Viele liebe Grüße

    Uwe ————————————————

    „13 Monate Südamerika“ – Bilder und Berichte sind online – ein Blick lohnt sich!

    Unser Reiseblog: Suedamerikareise.de Nature & Wildlife: Uwe Hasubek Photography Lifestyle, Portrait & Nude: uh-photography.de >

    Gefällt mir

    1. uncachito sagt:

      Hallo Uwe

      Vielen Dank für Deine Komplimente — wir haben Eure Blog-Einträge auch mit Spannung gelesen!

      Betreffend Karte muss ich Dich wahrscheinlich enttäuschen: ich habe ein schönes JPEG-Relief gefunden (http://s3.amazonaws.com/engrade-myfiles/4024063948401333/South_America-Topo_Map.jpg), dieses in Photoshop überarbeitet (den Kontinent etwas freigestellt, und für die Übersichtskarte die Farben verschoben und den Kontrast zurückgedreht), und schliesslich mit der Vektor-Zeichnungsapp „Graphic“ (OS X) alle weitere über das JPEG-Hintergrundbild „gelegt“. Meine Routen haben ihren Ursprung also nicht in vom Navigationsgerät aufgezeichneten Koordinaten, dazu war ich zu faul, und es war ja auch nie das Ziel, dass jemand die Route nachfahren könnte.

      Aber für einen Vortrag wäre es ja auch nur das Ziel, eine ansprechende Grafik präsentieren zu können. Ich kann Dir „Graphic“ sehr empfehlen, es ist m.E. das intuitivste und beste Vektorzeichnungsprogramm für OS X und auch nicht teuer. Sicher gibt es andere Apps, die noch mehr können, aber ich kam mit Graphic bis jetzt noch nie an die Grenze.

      Liebe Grüsse

      oliver

      Gefällt mir

  2. Stefan Graber sagt:

    Wow – wunderschön. Ich glaub, ihr werdet das alles vermissen!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s